Projekt 42: Erdacht vom Zementblogger, welcher pro Monat ein Thema vorgibt, das es blogtechnisch zu bearbeiten gilt.
Es wird mal wieder höchste Zeit für meinen Beitrag und das Thema Wärme kommt grad richtig - hier ist es nämlich saukalt und da denke ich viel lieber an sommerliche Temperaturen.
Leider hält sich das Wetter nicht immer an Jahreszeiten oder ist ziemlich unentschieden. Manchmal verhagelt es den Bauern schon frühzeitig das halbreife Getreide und früher mussten die Menschen dann hungern - bis man auf die Idee kam die feuchten Körner über Feuer zu trocknen. Zwar schmeckte das Brot aus dem so gewonnenen Mehl nicht, aber die Körner an sich gaben eine gute Einlage in Suppen ab. Und wir essen das heute noch wobei der Grünkernbratling inzwischen bekannter sein dürfte als die flüssige Version. Keine Woche, in der es bei uns in der Mensa nicht einmal Grünkernbratlinge in irgendeiner Form gab.
Grünkern ist unreif geernteter und gerösteter Dinkel, seine Heimat ist das Bauland, wie das braune Autobahnschild (an dem wir bei jeder Fahrt in die Heimat vorbeikommen) so schön verkündet. Aber für mehr Infos verweise ich lieber auf die Webseite der Stadt Rosenberg sowie gruenkern.de - ein Rezept hätte ich aber noch:
Pfannkuchen mit Grünkern-Garnelen-Füllung
Der Pfannkuchenteig (für 2 Personen) wird aus 100g Mehl, 2 Eiern, 125ml Milch und jeweils einem gestrichenen Teelöffel Salz und Zucker zusammengerührt. Dieser darf eine halbe Stunde quellen während der man sich den Garnelen und dem Grünkernschrot zuwenden kann - ganzer Grünkern funktioniert natürlich auch (außerhalb der Kurpfalz scheint es auch meist nur das eine oder das andere in den Läden zu geben wenn überhaupt...).
Die Garnelen je nach Geschmack kleinschneiden oder im ganzen etwas anbraten, dann Grünkern und Gemüsebrühe dazu - auf der Packung ist angegeben welche Menge Flüssigkeit benötigt wird (notfalls kann man beides im nachhinein noch dazugeben sollte es zu trocken oder zu flüssig werden - oder zu salzig).
Während der Grünkern vor sich hinzieht, die Pfannkuchen wie gewohnt zubereiten, die Masse darauf verteilen, zuklappen, fertig.
Nur wer nicht hungert kann die warme Stube im Winter auch genießen.












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